Im Alltag wird oft von Pflegemitteln gesprochen. Fachlich geht es meist um Pflegehilfsmittel: entweder Verbrauchsprodukte wie Handschuhe und Desinfektion oder technische Hilfsmittel wie Pflegebett, Lagerungshilfen oder Hausnotruf.
Warum die Begriffe wichtig sind
Wer den falschen Begriff verwendet, landet oft beim falschen Formular. Verbrauchsprodukte, technische Hilfsmittel, Hilfsmittel der Krankenkasse und Wohnraumanpassung sind unterschiedliche Strecken.
Versora hilft, die Anfrage nicht zu eng zu stellen: Erst Bedarf beschreiben, dann passend einordnen.
Verbrauchsprodukte
Verbrauchsprodukte werden regelmäßig verbraucht oder aus hygienischen Gründen nur einmal verwendet. Dazu gehören zum Beispiel Einmalhandschuhe, Desinfektion und Schutzschürzen.
Hier steht der monatliche Rahmen für zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel im Vordergrund.
Technische Hilfsmittel
Technische Pflegehilfsmittel sollen Pflege erleichtern, Beschwerden lindern oder eine selbstständigere Lebensführung ermöglichen. Größere Hilfsmittel werden oft leihweise überlassen.
Bei Rollstühlen oder Gehhilfen kann dagegen die Krankenkasse zuständig sein, wenn eine ärztliche Verordnung vorliegt.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Pflegemitteln und Pflegehilfsmitteln?
Pflegemittel ist ein Alltagsbegriff. Pflegehilfsmittel ist der fachlich relevantere Begriff der Pflegeversicherung.
Sind Desinfektionsmittel Pflegehilfsmittel?
Ja, Händedesinfektion und Flächendesinfektion können typische zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel sein.
Gehört ein Pflegebett dazu?
Ein Pflegebett ist typischerweise ein technisches Pflegehilfsmittel und wird anders behandelt als Verbrauchsprodukte.
Stand: 2026-06-21. Orientierung auf Basis öffentlich zugänglicher Fachinformationen. Quelle: BMG Pflegehilfsmittel. Die konkrete Kostenübernahme wird im Einzelfall durch die zuständige Kasse geprüft.